Cairns – Port Douglas

Donnerstag, 18.5. – Donnerstag, 25.5.2009

Um unseren Flug von Darwin nach Cairns um 7 Uhr zu erwischen, müssen wir heute sogar noch früher aufstehen, als wir die letzten 4 Wochen von den Camping-Weckern (sprich: den Vögeln) aus dem Schlaf gezwitschert und gekrächzt wurden: kurz vor 5 Uhr. Für uns zwischenzeitlich zu Frühaufstehern mutierten Morgenmenschen natürlich kein Problem… 😉 Tatsächlich ist es aber kein Problem für mich selbst, da ich sowieso nur so mittelprächtig schlafen konnte. Bei unserem letzten Ausflug im Kakadu N.P. bei den Gunlom Falls habe ich mir beim besonderes eleganten Ausstieg aus dem Rock Pool (ich machte sogar noch Marianna auf die vermeintlich äusserst effiziente Technik aufmerksam) eine Felskante unter die Rippen gestossen. Das schmerzte im Moment etwas, versurrte dann aber wieder. Während unserem Aufenthalt in Darwin holte es mich dann irgendwie wieder ein und fing an, in lästiger Art und Weise zu schmerzen. Weil mich diese erst so verspätet eingesetzten Schmerzen etwas beunruhigten, suchten wir nach unserer Ankunft im Resort in Cairns eine Ärztin im Cairns 24 Hour Medical Centre auf. Die Diagnose ist so, wie sie eigentlich zu erwarten war: entweder die unterste Rippe geprellt/gestaucht, oder – wahrscheinlicher – die Muskelfaszien direkt darunter verletzt. Da in beiden Fällen einfach Abwarten und Tee trinken angesagt ist, entliess mich die Ärztin mit einem simplen Pain Killer Rezept. Tja, und von diesen Pain Killers werfe ich nun halt für den Moment ab und zu einen ein. So geht das recht gut. [Nachtrag vom 24.5.: mittlerweile geht’s wieder ohne.]

Ford FalconIn Cairns fassten wir auch unser neues Auto von der Vermietstation: einen ganz normalen PW ohne Bett und “Küche”, dafür einem Kofferraum und Cruise Control. Yipiiie! Es ist ein Ford Falcon XR6 mit einem nicht ganz so dezenten Heckspoiler. Zusammen mit den Niederquerschnittreifen und einem Tacho, der bis 260 km/h geht, ruft dieses Auto nach einem etwas sportlicheren Fahrstil, als ich ihn die letzten 4 Wochen pflegte…

Cairns mag uns sehr gefallen. Wie schon in Darwin und Broome hat es extrem viele junge Leute, welche zum Teil unanständig braungebrannt und lässig sind. Da passen wir zwei ja bestens dazu – besonders ich, der kreideweisse Jüngling mit Wampe und weiss-blondem Haar… ;-). Besonders angetan hat es uns die Lagoon, eine Art Freibad direkt an der Esplanade (am Meer). Diese wurde vor ein paar Jahren eingerichtet, weil es in Cairns selber wegen der Ebbe/Flut keine Badestrände gibt. Anders als Freibäder bei uns wurde dieses Bad in die offene Promenaden-Parkanlage integriert und ist somit auch rund um die Uhr “geöffnet”. Auf den Grünanlagen verteilt hat es ein halbes Dutzend BBQ-Facilities (Grillstellen), fest eingerichtete Gasgrills mit allem Drum und Dran, welche auch sehr rege benutzt werden. Neben Stadtbummel und Shopingcenter besuchen wir in Cairns auch zum zweiten Mal auf unserer Reise ein Kino – X-Men Origins, wegen Hugh Jackman also ausdrücklich ein Film für Marianna… 😉

Die “Lagoon” von Cairns:
Cairns Lagoon Cairns Lagoon Cairns Lagoon

Flying Foxes TreeMitten in Cairns entdecken wir dann noch eine auf besondere Art spezielle Bäume. Eigentlich hören wir sie zuerst mehr, als dass sie uns optisch auffallen. Offenbar gibt es einen bestimmten Typ Baum, welcher unter Flying Foxes als bevorzugte Schlafstätte gilt. Wir wissen im Moment noch nicht, zu welcher Tiergattung diese Flying Foxes gehören, für uns sehen sie jedenfalls aus wie Fledermäuse. Flying FoxesUnd da es scheinbar auch zur Schlafenszeit (also tagsüber) immer wieder etwas zu meckern gibt, machen diese Viecher einen ziemlichen Lärm. Dazu muss präzisiert werden, dass in so einem Baum nicht etwa nur ein paar einzelne dieser Flying Foxes hängen, sondern hunderte! Interessant finden wir übrigens auch, dass die gleichen Schlafbäume nach Einbruch der Dunkelheit komplett leer sind, wir jedoch nie einen Flying Fox herumfliegen sehen.

Via die wunderschönen Northern Beaches von Cairns reisen wir am Mittwoch Richtung Norden nach Port Douglas. Weil er gerade  so schön am Weg liegt, besuchen wir unterwegs den Cairns Tropical Zoo. Krokodile, Vögel, Eidechsen, Schlangen, diverse Vögel in knalligen Farben, Kängurus, Wombats, Koalas uns ein paar andere Tierchen mehr – soooo ausserordentlich “Tropical” war das nicht, eher Australia Standard. Hätten wir uns sparen können.

Koala Pelikan 

Marianna

Während wir hier oben im Norden der Ostküste nach wie vor super Wetter haben, sehen wir im TV, dass es weiter unten an der Küste rund um Brisbane durch gewaltige Regenfälle schlimme Überschwemmungen gegeben hat. Neben den diversen Evakuierungen und Sperrungen scheint man das hier verhältnismässig locker zu nehmen und wir hoffen, dass sich die Lage wieder normalisiert hat, bis wir in gut zwei Wochen in Brisbane einfahren werden. [Nachtrag vom 23.5.: eben haben sie im TV noch neue Regenfronten und Überschwemmungen angekündigt. Die Brisbane Region scheint wirklich in einer grob garstigen Suppe zu sitzen.][Nachtrag 24.5.: die Suppe kam zwischenzeitlich weiter südlich in New South Wales an. TV: Schäden in der Höhe von “tens of millions”. Wirklich eine üble Sache…]

Auch Port Douglas, ein kleiner Ort mit knapp fünftausend Einwohnern, ist zwar sehr touristisch, hat aber trotzdem irgendwie Charme und gefällt uns bestens. CarnivaleInsbesondere treffen wir es just auf die jährliche Carnivale-Woche, den Event in Port Douglas. Am Freitag Abend ist grosser Umzug und anschliessend Feuerwerk. Beides mutet uns zwar ziemlich handgestrickt an, lustig ist es aber trotzdem. Am Samstag ist dann “Beach Day”. Der Strand (4 Mile Beach), vor zwei Tagen noch Australia-like leer, ist gerammelt voll Leute, es hat Stände mit Food und Ramsch und – jetzt kommt’s –  die Army Band von Townsville gibt ein Konzert im Grünen, welches uns echt begeistert. Von “Mustang Sally” über “The Final Countdown” bis zu “TNT” reicht das Repertoire, welches für eine Militärband recht aussergewöhnlich ist. Wären da nicht die hoch korrekten Uniformen und die schwarzen Ausgangs-Lackschuhe, würde man eher eine private Profi-Truppe vermuten.

Impressionen von der Port Douglas Region:
Bauland!Blick vom Hausberg von Port Douglas auf den 4 Mile Beach. Im Schatten im Vordergrund ist eine leere Bauparzelle zu verkaufen. Keine schlechte Aussicht…

 

Der nette Herr und seine beiden Kumpane im rechten Bild scheint zum Inventar von Port Douglas zu gehören. Wir sehen ihn immer wieder und er wird von allen Locals gekannt und gegrüsst. Zudem scheint er wie R.L. aus M. ziemlich mediengeil zu sein: kaum hat er meine Kamera entdeckt, warf er sich so in Pose…

Am Sonntag, unserem letzten vollen Tag in Port Douglas, besuchen wir noch den Märit, geniessen den 4 Mile Beach und schreiben endlich einmal wieder ausgiebig in Blog und Tagebuch.

 Ein netter Delta- und Gleitschirm-Startplatz in der Nähe von Port Douglas 🙂

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