Eungella National Park

Montag, 1.6. bis Dienstag, 2.6.2009

Nach der Rückkehr von Magnetic Island fahren wir direkt zum Eungella National Park, 50 km westlich (also landeinwärts) von Mackay. Eungella (sprich “jangala”, warum auch immer…) liegt auf rund 650 müM und es ist deutlich kühler, als wir uns das seit 6 Wochen gewohnt sind. Vielleicht liegt das aber auch am regnerischen Wetter, welches uns hier begrüsst. Der Eungella Nationalpark lockt mit zwei Hauptattraktionen: Wunderschöne Aussichten sowie das Schnabeltier (Platypus), welches hier heimisch ist. Nirgends auf der Welt soll man Schnabeltiere in freier Wildbahn besser beobachten können, als hier im Park.
Aktuell ist Montag Abend und wir sind eben erst angekommen. Das Platypus-Viewing haben wir für morgen um 6 Uhr früh geplant. We’ll see…
Ein schönes Erlebnis haben wir jedenfalls bereits beim Nachtessen. Die Wirtin legt jeden Abend etwas Rüebli und Apfelschnitze hinter dem Haus auf ein kleines Podestchen unter den Bäumen. Als Gäste kommen dann jeweils ein oder mehrere Opossums vorbei. So auch heute. Der schnucklige Kerl auf dem Bild sass sicher eine gute Viertelstunde gemütlich da und genoss sein Abendessen. Dabei liess er sich auch durch uns und den Fotoblitz überhaupt nicht stören. Cool :-).
Ja, und um 6 Uhr kriechen wir dann tatsächlich aus den Federn. Draussen wird gerade erst die dunkle Nacht von den ersten grauen Schimmern durchbrochen. Der Himmel ist immer noch bedeckt und immer wieder nieselt oder regnet es. Also alles in allem nicht sehr motivierend. Aber was tun wir nicht alles, um ein Schnabeltier zu sehen. Ein Tier, welches irgend etwas zwischen Säugetier, Vogel und Fisch ist.
Wir fahren diretissima zur “Platypus Viewing Platform”, einem Steg, welcher im Urwald am Rande des Flüsschens errichtet wurde, wo eine Schnabeltier-Kolonie lebt. Dort verbringen wir bei immer wieder leichtem Regen den Tagesanbruch mit Warten, Beobachten und… Fotografieren. Wir sehen nämlich tatsächlich mehrere der extrem scheuen Schnabeltiere im trüben Wasser. Einfach machen die es uns aber nicht. Sie erscheinen immer nur kurz an der Wasseroberfläche, um dann gleich wieder in die trübe Brühe abzutauchen und das nächste Mal ganz woanders wieder aufzutauchen. Dafür hat es auch ein ganzes Rudel Schildkröten, welche sich viel lieber zu präsentieren scheinen, als ihre geschnabelten Kollegen.
Die Fotos sind nicht wirklich toll, ich bedaure. Aber um einen Eindruck zu geben, sollten sie ausreichen. Im Bild ganz rechtes ist übrigens weder ein Platypus, noch eine Schildkröte; es zeigt lediglich den Lebensraum der Tiere…

Gegen acht Uhr gehen wir schlussendlich frühstücken. Wir freuen uns, dass sich unser Abstecher nach Eungella mit Platypus-Seeing trotz dem schlechten Wetter gelohnt hat. Die laut Reiseführer phänomenale Aussicht im Nationalpark können wir leider nicht würdigen – sie ist heute inexistent. Im Gegenteil. Zum Regen gesellt sich auch noch Nebel, so dass wir froh sein können, wenn wir aus dem Auto bis auf die Strasse sehen. Deshalb beenden wir unseren Eungella-Ausflug etwas verfrüht und brechen in Richtung Süden auf.

Über Mackay, Rockhampton und mit einen Abstecher an die Küste nach Emu Park fahren wir um die 600 km bis nach Gladstone, einer ausnahmsweise überhaupt nicht touristischen, mittelgrossen Stadt, welche von der Aluminium- und Kohle-Industrie lebt. Dementsprechend präsentiert sich auch das nächtliche Panorama aus unserem Hotelzimmer für einmal nicht mit Naturschönheiten, sondern Fabriken. Uns stört’s nicht weiter, machen wir doch nur zum Übernachten hier Halt und fahren morgen früh gleich weiter in Richtung Brisbane, nach Noosa Heads an der Sunshine Coast.

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