Broome und Dampier Peninsula

Freitag, 11. Mai bis Dienstag, 15. Mai

In Broome gönnen wir uns noch ein paar Tage Chilli-Panilli, bevor es dann auf der Gibb River Road so richtig in die Kimberleys geht und damit der geplante Hauptteil unserer Reise beginnt. Mit einer „Villa“ im Bali Hai Resort als komfortabler Basis erkunden wir Broome und die Umgebung. Eigentlich wollte ich diesen Bali Hai Aufenthalt im Rahmen unserer Outdoor-Wilderness-Bushcamper-Ferien ja totschweigen, aber er ist halt doch eine Erwähnung wert… Neben dem Schlafzimmer mit grossem Doppelbett, der vollausgerüsteten Küche, Bad mit Doppeldusche und Badewanne sowie einem Wohnzimmer mit TV, auf welchem Marianna Halbfinale und Finale des ESC live (also um 3 Uhr früh) mitverfolgen kann, gibt es hier noch einen Aussensitzplatz mit einem grossen Doppel-Weber-Grill und, der Clou, einen kleinen Privatgarten mit (Warmwasser-) Dusche. Marianna benutzt über die 4 Tage nur diese Outdoor-Dusche, trotz den beiden ständigen Bewohnern, zwei kleinen, giftgrünen Fröschen.

Erste (und einzige) Amtshandlung in Broome ist der Besuch des Bridgestone Centers. Hier bekommen wir einen neuen, wunderbar schwarzen und einteiligen Reifen auf unser Ersatzrad aufgezogen. Somit haben wir nun wieder 2 „Spares“ und sind bereit für 1000 km Gravel Road. (Nachtrag 26.5.: es sind schon jetzt 1’700…)

Jeden unserer Broome-Tage vom späteren Nachmittag bis Sonnenuntergang (also eigentlich immer noch späterer Nami ca. 17:25 Uhr), verbringen wir an Broomes Haus-Strand, dem Cable Beach. Zu diesem 22 km langen und je nach Gezeitenstand zwischen 30 und 100 m breiten Strand braucht es keine Worte – die Bilder sprechen für sich.

Am Samstag ist Markttag – auch hier: auf dem Broome Market gibt es allerlei Feines (wie beispielsweise Mango-Smoothies und Mango-What-ever-you-want) und wie überall auch ganz viel Unnützes (hier: Perlen…). Und wer will, kann sich hier auch gleich die Haare schneiden lassen.

Etwas Bewegung wäre auch während den paar Chill-Broome-Tagen nicht völlig daneben und so fahren wir auf der Suche nach einem schönen Trail für eine kleine Wanderung am Westzipfel auf tiefer Sandpiste die Kavite „Road“ hoch, wo wir schlussendlich wieder beim uns bereits bestens bekannten (und auf ca. 100 Fötelis verewigten) Gantheaume Point landen. Wanderung haben wir unterwegs keine gefunden, nur der schöne Riddell Beach mit roten Klippen, speziellen Felstürmen und noch spezielleren „Seil-Pflanzen“ (wie wir Prof. Dr. Dipl. Botaniker sie nennen).

Aus heiter hellem Himmel von einer Kokosnuss erschlagen 😉

Am westlichen Ende des Cable Beach fahren wir dann auch noch mit unserem Heimetli auf den Sandstrand direkt bis ans Meer – einfach weil man’s kann und darf :-).

Ganz offensichtlich hat unser Navi die Uferlinie bei Flut eingetragen…

Selbstverständlich darf in Broome auch der Besuch des Openair-Kinos (Sun Pictures) und der Brauerei (Matso’s) nicht fehlen. In ersterem haben wir uns „Gurrumul“ angeschaut, in letzterem zweimal Znacht genehmigt und Mango-Bier getrunken.

Eine der in Broome ansässigen Industrien ist das Perlen züchten/tauchen/was-auch-immern. Und obwohl uns weder das Produkt, noch dessen Entstehung ausserordentlich interessieren würde, machen wir am Sonntag einen Ausflug zur Willie Creek Perl Farm etwas nördlich von Broome die Dampier Peninsula hoch. Die Tafel bei der Einmündung zur 5 km langen Sandpiste zur Farm besagt zwar, dass irgendwelche Willie Creek Attractions closed sind, das wird uns ja aber wohl nichts angehen… denken wir, bis wir auf dem Parkplatz der Farm tatsächlich vor für uns verschlossenen Türen stehen. Henu, dann halt eben nicht. Dafür sehe ich auf dem Rückweg in eben dieser Willie Creek gerade noch ein Saltie, also ein Salzwasser-Krokodil (Leistenkrokodil), im Wasser untertauchen. Ist schon irgendwie gfürchig, in diesem schönen türkis Wasser Krokodile zu wissen.

Den Montag nutzen wir für eine Eintagestour ganz rauf auf die Dampier Peninsula, zum Cape Leveque. Das sind retour knapp 500 km, wobei ca. 200 km auf teils tiefer, teils wellblechmässiger, roter Sandpiste. Puh, schlussendlich ziemlich anstrengend.

Die ganze Dampier Peninsula wird von verschiedenen Aboriginal-Gemeinden bewohnt und so darf man als Auswärtiger auch nur die offiziell erlaubten Strassen und Orte besuchen. Der von uns zuerst angesteuerte Ort „One Arm Point“ bzw. „Ardiyoolon“ wartet nach Bezahlung einer Visitor Fee mit 3 Attraktionen auf: einer „Hatchery“ (eine Fisch-Aufzucht/Pflege-Anlage), dem „Round Rock Lookout“ (ein rundlicher Felsen im Meer mit schöner Aussicht) sowie dem Jologo Beach (ein weisser Strand und offiziell keine Krokodile im Wasser). In der Hatchery haben wir Glück und laufen an eine soeben gestartete Führung. So bekommen wir sogar noch etwas Bildung :-).

Weil uns die Willie Creek Perl Farm gestern so unsäglich gemein die Türen verschlossen gehalten hat, versuchen wir es heute hier mit der Cygnet Bay Perl Farm. Aber dieses Perlenzeugs merkt irgendwie, dass wir gar nicht so richtig darauf abfahren – hier verpassen wir die letzte Tour des Tages um 15 Minuten und auf eigene Faust gibts eigentlich gar nicht viel zu erkunden (ein Lookout und ein Perlenshop).

Also schnell weiter zum Cape Leveque, oder besser mit seinem viel cooleren Aboriginal Namen, nach Kooljaman. Hier machen wir einen kleinen Spaziergang an einen Beach an der Westküste, welcher aber mitten in heiligem Aboriginal Gebiet liegt (also kein dem-Strand-entlang-laufen) und im Meer Krokodile beherbergt (also auch kein Baden). So ist er halt einfach nur schön.

Wir marschieren zurück und am Leuchtturm vorbei an den Beach an der Ostküste. Der ist ebenfalls schön, man darf sich frei darauf bewegen und man kann auch baden! Hoffentlich ist allen Krokodilen bekannt, dass sie sich nur an der Westküste tummeln dürfen und sie nicht etwa auf die Idee kommen, die paar hundert Meter ums Kap herum zu paddeln… Das Meer ist jedenfalls noch ein letztes Mal super angenehm – wahrscheinlich unser letztes Bad im ind. Ozean bzw. hier der Timor Sea.

Wir machen uns erst nach 16 Uhr auf die gut 200 km Rückweg und so dürfen wir die 100 km Sandpiste bei völliger Dunkelheit abspulen. Entspanntes Cruisen wäre anders…

Znacht gönnen wir uns dann um 20 Uhr noch einmal in der Broomer Brauerei dem Matso’s.

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