Mornington Wilderness Camp

Freitag, 18. Mai bis Pfingstsonntag, 20. Mai

Vom Silent Grove Campground nördlich der Gibb River Road gehts am Freitagmorgen zurück auf die Hauptroute, welche wir nach nur etwas über 30 km bereits wieder in südlicher Richtung verlassen werden. Auf dem kurzen Stück auf der Gibb River passieren wir die Imintji Station, auf welcher Marianna wieder mal einen feinen Cappuccino und ich einen „Flat White“ bekomme. 😛 Und fürs gute Gefühl tanken wir auch nochmal. Der unetwartete Clou ist aber, das die lieben Leute von Imintji offenbar eine kleine Handy-Basisstation eingerichtet haben. So können wir meinem Pa pünktlich zum Geburtstag gratulieren. Zwar nicht telefonisch – es ist halb 5 Uhr in der Schweiz – aber immerhin per Whatsapp.

Später, direkt bei der Abzweigung Richtung Süden zum Mornington Wilderness Camp, übersehen wir doch beinahe das kleine Häuschen am Strassenrand. Und da hats ein wichtiges Funkgerät drin. Auf einem Schild die Aufforderung, sich hier zuerst über Funk im Camp zu melden, bevor man die knapp 90 km Schotterstrecke in Angriff nimmt. Das macht Sinn, ist doch tatsächlich keines der Deluxe-Tents mehr frei, in welchen wir einquartieren wollten. Aber egal, Campingplätze sind noch frei :-). Die Hälfte der Zufahrtsstrecke ist dann wirklich ziemlich grob mit über einem halben Dutzend Querungen von Wasserlöchern, Flüsschen und Creeks. Und immer wieder schönen Boabs… 🙂 So brauchen wir für die 90 km tatsächlich etwas über 2 Stunden…

Später beim Einchecken im Camp gönnen wir uns wieder einmal was und buchen ein Dinner in der Lodge und für den Samstag auch gerade ein Kanu in der Dimond Gorge. Mal schauen…

Den Rest des Freitagnachmittags fahren wir noch zum „Cadjeput“, einer Badestelle am Fitzroy River, eine gute halbe Stunde vom Camp entfernt (1 cm auf dem A4-Plänli, das wir erhalten haben). Wiederum richtig schön über Schotter, Sand und durchs Wasser.

Apropos „Cadjeput“ und Baden: im Camp bekamen wir besagtes A4-Plänli, auf dessen Rückseite verschiedene Infos und Hinweise sind. Der interessanteste Hinweis lautet sinngemäss etwa so: „In den Gewässern um Mornington hat es Frischwasserkrokodile. Bitte lassen Sie diese in Ruhe – die wohnen hier.“ Okay, wir werden uns daran halten – und die Krokis hoffentlich auch. 🙂

Unser feines Dinner bekommen wir zu vorgerückter Stunde erst um halb sieben. Es ist lecker und ich gönne mir dazu ein Glas Rotwein. Wobei, was heisst hier „gönnen“? Das Glas kostet AUD 10, ein Bier AUD 11…

Nach einer weiteren kalten Nacht nehmen wirs am Samstagmorgen wie immer sehr gemütlich mit Aufstehen und Zmörgele. Selbstverständlich sind wir somit auch wieder die Allerletzten, die das Camp verlassen, daran haben wir uns bereits gewöhnt. Wir fassen an der Camp-Reception 2 Paddel und fahren die gute Stunde zur Dimond (nein, nicht Diamond) Gorge. Dort finden wir nach 15-minütigem über Felsen klettern ein gutes halbes Dutzend blaue und gelbe Kanus, wovon wir uns ein blaues schnappen, boarden und lospaddeln. Die Tour ist mehr oder weniger vorgegeben. Es geht 2 km durch rote Felsen den Fluss runter und wieder rauf. Leider können wir trotz grösstem Mühe geben keine der Rock Wallabies erspähen, die es hier haben soll. Die sind unseres Wissens halt auch klein, rot und hocken in den Felsen im Schatten. Kein Wunder also… So paddeln wir einfach einmal soweit es geht runter und legen dann auf dem Rückweg an einem Privatstrand von etwa 4 auf 6 Meter an, um noch etwas zu baden und sünnelen. Nett. Wirklich schampar nett :-).

Auf der Rückfahrt ins Camp erspäht Marianna dann zum ersten Mal eine Gruppe rel. grosser Kängurus. Aber leider scheinen die Viecher enorm scheu zu sein, denn sie hüpfen bei unserem Anblick sofort weg. Da sind die Australischen Vögel deutlich weniger sensibel. Die lungern dauernd in Gruppen auf der Strasse herum und erst wenn sie bereits vor der Kühlerhaube des Autos verschwinden, bemühen sie sich, doch noch wegzufliegen. Ein Wunder, dass wir nicht mehrere davon auf dem Kühlergrill sammeln…

Am Sonntagmorgen verlassen wir das Mornington Wilderness Camp und machen uns auf die 90 km Holterdipolterroute zurück auf die Gibb River. Gleich zweimal treffen wir bei einer Wasserdurchquerung auf einen Dingo. Der erste arme Kerl sieht ziemlich ausgemergelt aus – hoffentlich bekommt der bald wieder mal was zu futtern. Der zweite sieht jünger und besser aus. Wir stören ihn offensichtlich beim Baden. Als wir ihn erstmals erblicken, ist er voll unter Wasser und nur seine grossen Ohren schauen raus :-).

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